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Fragen und Antworten zu ComStage ETFs

Umstellung der Ertragsverwendung

ComStage hat die Ertragsverwendung aller Luxemburger ComStage ETFs von »Thesaurierend« auf »Ausschüttend« umgestellt. Doch was sind die Hintergründe dieser Umstellung? Was bedeutet dies für Sie als Anleger? Und wie ist die künftige Ausschüttungspolitik der ComStage ETFs? Christian Hermann, Produktexperte ComStage ETFs, gibt Ihnen Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Umstellung.

Warum wurden die ComStage ETFs umgestellt?
Die Umstellung auf ausschüttende Ertragsverwendung ist sowohl dem geänderten Nachfrageverhalten der Anleger als auch dem neuen steuerlichen Umfeld seit der Investmentsteuerreform zum 1. Januar 2018 geschuldet.

Durch die bei thesaurierenden ETFs unter dem neuen Steuerrecht zu entrichtende Vorabpauschale ist auf Anlegerseite zukünftig das Management von Steuerliquidität notwendig. Um die Abführung einer Vorabpauschale zu vermeiden und gleichzeitig der geänderten Anlegernachfrage Rechnung zu tragen, werden alle ComStage ETFs auf ausschüttende Ertragsverwendung umgestellt. Wie die Auswirkungen der in Kraft getretenen Investmentsteuerreform konkret aussehen und was es für Sie als Anleger zu beachten gilt, erfahren Sie unter www.etf-comstage.de/steuer.

Wann erfolgte die Umstellung?
Die Umstellung der betroffenen ComStage ETFs erfolgte zum 12. März 2018. Alle bis zu diesem Zeitpunkt angefallenen Erträge wurden thesauriert.

Welche ETFs sind betroffen?
Betroffen sind alle in Luxemburg aufgelegten ComStage ETFs. Erkennen können sie diese an ihrer Internationalen Wertpapierkennnummer (ISIN). Die ISIN ist eine zwölfstellige Buchstaben-Zahlen-Kombination und stellt eine Identifikation hauptsächlich für an der Börse gehandelte Wertpapiere dar.

Jede ISIN beginnt mit einem Ländercode, also beispielsweise DE für Deutschland oder LU für Luxemburg. Die entsprechend umgestellten ETFs erkennen Sie am Ländercode LU. Beispielsweise den ETF auf den S&P 500 mit der deutschen Wertpapierkennnummer ETF 012 und seiner ISIN LU 048 831 613 3. Des Weiteren finden Sie eine Übersicht aller umgestellten ETFs unter www.etf-comstage.de/umstellung.

Wie oft werden die ComStage ETFs künftig ausschütten?
Analog zu den bereits ausschüttenden ComStage 1 ETFs werden auch die umgestellten ComStage ETFs künftig mindestens einmal pro Jahr ausschütten.

Wann werden die ComStage ETFs die jährliche Ausschüttung vornehmen?
Das Geschäftsjahr der ComStage ETFs endet zum 30. Juni eines jeden Jahres. Im Anschluss erstellt der Wirtschaftsprüfer für jeden Fonds den gesetzlich vorgeschriebenen Jahresbericht. Erst nach Vorlage des Berichts kann ausgeschüttet werden. Erfahrungsgemäß ist für Anfang/Mitte August mit der Ausschüttung an die Anleger zu rechnen.

Wie hoch werden die künftigen Ausschüttungen sein?
Alle nach dem 12. März 2018 in ComStage ETFs anfallendenen Erträge, wie beispielsweise Dividenden nach Kosten, werden an den Anleger ausgeschüttet.

Wird sich durch diese Änderungen die grundsätzliche Gebührenstruktur der ComStage ETFs verändern?
Nein, die Pauschalgebühr aller ComStage ETFs bleibt unverändert.

Welche Arten der Ertragsverwendung gibt es?

Zu den Erträgen eines ETF zählen unter anderem Dividenden, Kupons, Zinsen, Erträge aus außerordentlichen Kapitalmaßnahmen und sonstige Erträge. So fließen beispielsweise Aktien ETFs regelmäßig Dividendenzahlungen der Unternehmen zu, deren Aktien sie halten. Renten ETFs erhalten Zinszahlungen von den Emittenten der von ihnen gehaltenen Anleihen. Wie klassische Investmentfonds auch unterscheiden sich ETFs darin, was sie mit diesen Einnahmen machen. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten: Dividenden ausschütten oder thesaurieren (wieder anlegen).

Ausschüttend
Ausschüttende ETFs geben anfallende Dividenden und Zinsen in der Regel einmal jährlich direkt an ihre Investoren weiter. Die Erträge werden dabei automatisch durch die depotführende Stelle dem Konto des Investors gutgeschrieben. So haben Anleger regelmäßige Erträge aus ihrem ETF.

Wiederanlegend (thesaurierend)
Thesaurierende ETFs schütten ihre Erträge nicht aus, sondern führen sie dem Sondervermögen zu. Zinsen und Dividenden schlagen sich somit in höheren ETF-Anteilspreisen nieder, das Geld bleibt also im Fonds.

Sowohl thesaurierende als auch ausschüttende ETFs unterliegen der Steuerpflicht.